Monat: Juli 2020

Leitfaden zur Gründung eines ‚Fulfillment by Amazon‘-Geschäfts

Amazon FBA

Das Geschäftsmodell Fulfillment by Amazon (FBA) erfreut sich aus gutem Grund weiterhin wachsender Beliebtheit. Im Grunde ist es dasselbe wie ein traditionelles E-Commerce-Geschäft. Aber anstatt, dass Du Deine Bestellungen selbst abwickeln musst, übernimmt Amazon den “Fulfillment-Anteil” deiner Bestellungen. Amazon lagert Deine Produkte für Dich ein und verpackt und versendet sie an die Kunden.

Das macht es für Dich viel einfacher, Dein Geschäft aufzubauen, ohne Dich um die Logistik von Lagerhäusern, Verpackungsmaterialien, Kurieren und so weiter kümmern zu müssen. Mit Private Labeling hast Du auch die Möglichkeit, Deine Personal Brand und Website aufzubauen und so den Wert Deines Unternehmens zu steigern.

Bereit loszulegen? Hier ist unser grundlegender Leitfaden für die Gründung eines FBA-Unternehmens.

Was ist Fulfillment by Amazon (Amazon FBA)?

Das FBA-Geschäftsmodell ermöglicht es Dir, das bewährte Vertriebsnetz und den Kundenstamm von Amazon zu anzuzapfen. Wie bereits erwähnt, wird Amazon Deine Produkte lagern, Bestellungen ausführen und sogar den Kundendienst bereitstellen, so dass Du nicht in jedem Aspekt des Geschäfts aktiv werden musst.

Für Unternehmer bedeutet dies, dass Du wie ein großes Unternehmen handeln kannst, ohne Kopfschmerzen zu haben die mit einem großen Unternehmen einhergehen. Du kannst Dich auf die Suche nach Produkten konzentrieren, während Amazon den Rest in Deinem Namen erledigt.

In einem typischen E-Commerce-Geschäft musst Du die Logistik für den rechtzeitigen Versand von Produkten an Deine Kunden händeln. Mit FBA erhalten die Mitglieder von Prime jedoch die meisten Bestellungen innerhalb von zwei Tagen bis vor ihre Haustür geliefert.

Eine weitere häufige Herausforderung im E-Commerce ist das Führen einer Inventarliste. Bei FBA musst Du nur die Produkte an das Lager von Amazon schicken und das Unternehmen übernimmt den Rest. Du kannst Deine Produktauswahl somit problemlos erweitern, ohne Deinen Arbeitsaufwand erheblich zu erhöhen.

Erstelle ein Amazon-Seller Account.

Das Wichtigste zuerst: Um Dein Amazon FBA Geschäft zum Laufen zu bringen, musst du zuerst ein Amazon-Seller Account einrichten. Gehen auf die Website von Amazon und scrolle nach unten bis zur Fußzeile und suche nach der Überschrift „Geld verdienen mit Amazon”. Klicke dann auf den Link mit der Überschrift „Bei Amazon verkaufen“.

An diesem Punkt kannst Du Dich entweder als „Privatperson“ oder als „Profi“ anmelden. Wenn Du Dich als Privatperson anmeldest, wird Dir keine monatliche Abonnementsgebühr berechnet. Wenn Du allerdings ein langfristiges Geschäft aufbauen möchtest, solltest Du Dich als Profi anmelden. Der erste Monat ist kostenlos, und danach kostet es 39€ pro Monat plus Verkaufsgebühren.

Tipp: Wenn du mehr über die Amazon FBA Kosten Erfahren willst, kannst du hier vorbeischauen. Hier findest du auch einen Amazon FBA Rechner, für die optimale Kontrolle über deine Ausgaben.

Ansonsten ist der Anmeldevorgang relativ unkompliziert. Folge dazu einfach den Anweisungen auf dem Bildschirm und schließe die Einrichtung ab.

Finde die richtigen Produkte und etabliere deine eigene Marke.

Es gibt eine Reihe verschiedener Möglichkeiten, das FBA-Modell zu nutzen, aber die beliebteste Methode ist das Private Label. Die Idee besteht darin, eine Brand oder ein Label zu etablieren, es auf Dein Produkt anzuwenden und es bei Amazon zu verkaufen.

Zuerst musst Du natürlich eine Amazon-Produktrecherche durchführen. Dies ist aus einer Vielzahl von Gründen der wichtigste Schritt. Wenn Du in eine unbeliebte Produktkategorie einsteigst und ein Produkt teurer verkaufen möchtest, als Deine Konkurrenz dafür verlangt, kann es passieren, dass Du mit diesem Produkt Geld verlierst. Wenn Du Dir allerdings Zeit nimmst, eine beliebte Produktkategorie zu finden, Konkurrenzanalysen durchzuführen, Produktbewertungen zu studieren und ein Produkt zu identifizieren, das Du verbessern oder zu einem besseren Preis verkaufen kannst, dann hast Du den Sweet Spot gefunden.

Eine andere beliebte Art, Produkte über Amazon zu verkaufen, ist die Einzelhandels-Arbitrage – ein Markenprodukt zu kaufen und es bei Amazon mit Gewinn zu verkaufen. Dabei handelt es sich um einen wesentlich einfacheren Weg, um auf kurze Sicht auf Amazon Geld zu verdienen.

Das liegt an dem einfachen Umstand, dass man bei Private Labeling meist mehr Startkapital aufbringen muss. Die Bestellung von Private Label-Produkten kann Dich schnell mehrere tausend Euro kosten, aber wenn Du einen Vermögenswert aufbauen willst, der später verkauft werden kann, dann ist dies die Richtung, in die Du gehen solltest.

Ein weiteres wichtiges Teil des Puzzles ist Dein Lieferant. Du kannst kein Geld verdienen, wenn Du keine Produkte auf Lager hast, deshalb musst Du sicherstellen, dass die Zeitspanne zwischen Bestellung und Lieferung so kurz wie möglich ist.

Tipps zum Wachstum und zur Skalierung Deines FBA-Geschäfts

Verfolge Deine Leidenschaft. Wenn Du Spaß hast bei dem was Du tust, wirst Du garantiert länger am Ball bleiben. Such Dir deshalb eine Produktkategorie, die Dich interessiert und begeistert.

Erweitere Dein Produktangebot. Für jedes neue Produktangebot, das Du erstellst, musst Du eine gründliche Recherche durchführen. Mit mehr Produkten verringerst Du das Risiko, dass Dein Unternehmen von nur einem Produkt abhängig wird.

Verbessere deinen Best Sellers Rank. Der BSR ist eine wichtige Kennzahl sowohl für Deine Kunden als auch für Deine Verkäufe. Hierbei handelt es sich auch um einen der Schlüsselfaktoren, wann der Zeitpunkt für den Verkauf Deines Unternehmens gekommen ist. Die Käufer möchten natürlich sehen, dass Dein BSR mit der Zeit stetig gewachsen ist.

Bauen Deine eigene Brand Website auf. Wenn Du Dein Angebot an Brand-Produkten weiter ausbaust, wirst du über kurz oder lang nicht an einer professionellen Website vorbeikommen. Das gibt Dir auch direkt eine weitere Möglichkeit, Deine Produkte zu vermarkten, und kann Dein Unternehmen auch für potenzielle Käufer attraktiv machen.

Werden Sie Amazon-Associate. Steigern Deine Einnahmen, indem Du Partner von Amazon wirst. Verweise Kunden von Deiner eigenen Website aus auf Deine Produkte und verdiene neben den eigentlichen Sales zusätzlich noch Provisionen.

Abschließende Gedanken

Obwohl die Gründung eines FBA-Unternehmens im Vorfeld Kapital erfordert, werden die Anstrengungen bei weitem nicht so intensiv sein wie bei einem traditionellen E-Commerce-Geschäft. Dein Unternehmen auf den Weg zu bringen, ist der einfache Teil. Wege zu finden, Dein FBA-Geschäft auszubauen, ist der schwierigere Teil. Nutze die Ressourcen, die Dir zur Verfügung stehen, und systematisieren Deine Prozesse nach und nach. Und der wohl wichtigste Tipp ist: Einfach loslegen und am Ball bleiben!

Zehn Tipps für die Gründung eines eigenen Unternehmens

startup tipps

Ein eigenes Unternehmen zu gründen, ist keine leichte Aufgabe. Es ist stressig, ein großer Zeitaufwendig und erfordert viel Mühe und Konzentration. Das Gute daran ist jedoch, dass Du Dein eigener Chef bist und Dein eigenes Geschäft führst.

Das Aufkommen des Internets und der Technologie hat uns viele Start-ups und Entrepreneure beschert, und daher sind diejenigen, die heute ein Startup gründen, im Vorteil. Sie können von den zahlreichen Unternehmern lernen, die diesen beschwerlichen Weg bereits gegangen sind. Es ist wahr, und die Statistik sagt uns auch, dass die meisten Startups innerhalb der ersten 12 Monate scheitern, und nur eine Handvoll schafft es über die ersten fünf Jahre hinaus. Daher ist es klug, das Unerwartete zu erwarten, und deshalb solltest Du mehr lernen und Weisheit erlangen, bevor Du Dich auf Dein unternehmerisches Abenteuer einlässt.

Wenn Du also willst, dass Dein Unternehmen erfolgreich wird, dann musst Du diese Tipps für die Gründung Deines eigenen Unternehmens berücksichtigen.

1. Sei in Deinem Unternehmen präsent

Nutzen Deine Stärken und erkunde was Dich und Dein Unternehmen von der breiten Masse abhebt. Deine potentiellen Kunden brauchen einen Grund, um zu Dir zu kommen und nicht zu jemand anderem. Was ist es, das Dein Angebot einzigartig macht? Bist Du billiger, besser in der Qualität, genau oder einfach in der Anwendung? Vergewissere Dich, dass Du die Antwort auf diese Frage kennst, denn das wird der Schwerpunkt Deiner Startstrategien sein.

2. Behalte Deinen Fokus

Lasse Dich nicht von mehreren Gelegenheiten ablenken, die sich Dir bieten könnten. Als Unternehmer ist es in Ordnung, sich für Gelegenheiten zu begeistern, aber Du musst auch verstehen, dass Du bei jeder sich Dir bietenden Gelegenheit nur von Deinem Hauptprojekt abgelenkt wirst. Erledige zuerst ein Projekt und gehen dann auf andere ein. Es wird einige Zeit dauern, bis Du mehrere große Projekte oder sogar ganze Unternehmen in deinem Kopf erfolgreich jonglieren kannst.

3. Man sollte Wissen, wie man Geld verdient

Ganz gleich, wie sehr Du Dich Deiner Geschäftsidee verschrieben hast, wenn Du kein Geld einbringen kannst, dann wirst Du Dein Unternehmen nicht aufrechterhalten können. Von einer Skalierung ganz abgesehen. Überstürze die Gründung deines Startups also nicht. Mach dir zuerst detailliert Gedanken darüber wie Dein Ertragsmodell aussieht. Geld verdienen ist nicht dasselbe wie ein Unternehmen aufbauen, und wenn Du nicht weißt wie Du Geld verdienen kannst, dann kannst Du Dich im Vorneherein schon einmal von deiner ach so tollen Geschäftsidee verabschieden. Mache Dich also mit den Grundlagen des Geldverdienens im Sinne Deiner Geschäftsidee vertraut und beginne erst dann mit dem Aufbau Deines Unternehmens.

4. Kenne Deine Kosten!

Genauso wichtig zu wissen wie man Geld verdient, ist es die Kosten und Ausgaben zu kennen, die Deinem Unternehmen entstehen werden. Stelle Nachforschungen über Deine Branche an und versteh die Kostenfaktoren. Du musst zumindest eine grundlegende Vorstellung davon haben, was die Kosten sind und wie hoch sie sind, denn das ist es, was Dir hilft, das Geschäft effizient zu führen. Außerdem werden auch mögliche Investoren daran interessiert sein, diese zu kennen.

5. Die richtigen Investoren finden – und auf sie hören

Selbst wenn Du dich entscheiden solltest, Dein Unternehmen zu booten, wird höchstwahrscheinlich eine Zeit kommen, in der Du eine Art Finanzierung benötigst. Vergewissere Dich, dass Du die Art von Investor wählst, der nicht nur bereit ist, Dir Geld zu geben, sondern der Dein Unternehmen und Deine Arbeit auch versteht und sich mit Leidenschaft dafür einsetzt. Denn die Investoren werden ein Mitspracherecht in Deinem Unternehmen haben, und Du wirst ihre Ratschläge berücksichtigen müssen. Das bedeutet jedoch nicht, dass Du genau das tun musst, was sie Dir sagen. Denn wenn Du und Dein Investor auf derselben Seite steht, wird es für dich einfacher, über die Bedingungen und Konditionen der Vorschläge zu verhandeln und so alle zufrieden zu stellen.

6. Lerne aus Deinen Fehlern

Fehler sind vorprogrammiert, und es gibt weder ein Geschäftsbuch noch einen Geschäftsplan, die Dich garantiert zum Erfolg führen wird. Es kann niemals so etwas wie einen perfekten Plan geben, weil wir die Zukunft nicht vorhersagen können und nicht im Voraus wissen können, was schief gehen wird. Es ist jedoch von Vorteil, einen Plan zu erstellen und die Zeit für die Evaluierung aufzuwenden, aber Monate und Jahre darauf zu warten, wird Dir und Deinem Start-Up nicht gut tun. Als echter Unternehmer musst Du aus Deinen Fehlern lernen und einen Weg finden, sie in Erfolgschancen zu verwandeln.

7. Arbeit an Deiner Geduld

Du musst verstehen, dass der Erfolg nicht über Nacht eintreten wird. Betrachte einmal große Unternehmen, und du wirst sehen, dass alles, was sie erreicht haben, über einen bestimmten Zeitraum erfolgt ist. Natürlich wird es Momente schwindelerregender Siege geben, aber nichts Beständiges und Nachhaltiges kommt von einem Tag Arbeit. Es bedarf jahrelanger harter Arbeit, umfangreicher Fähigkeiten, eines starken Netzwerks und großartiger Kunden, die im Laufe der Zeit Erfolg bringen werden.

8. Arbeiten an Deinen Stärken und outsource Deine Schwächen

Kein Geschäftsinhaber kann alles wissen, aber er muss auf jeden Fall wissen, welche Fähigkeiten er hat und welche nicht. Es ist absolut in Ordnung, nicht alles zu wissen, denn letztlich kann man nicht jede einzelne Aufgabe allein bewältigen, um sein Unternehmen erfolgreich wachsen zu lassen. Konzentriere Dich also auf Deine Stärken und darauf, was Du am besten kannst, und lagere dann die Arbeit aus, die Fähigkeiten erfordert, die Du nicht hast. Dadurch sparst Du nicht nur Zeit, sondern langfristig auch Geld und erziele bessere Ergebnisse.

9. Man sollte wissen, wann man aufhören muss

Gehe nicht mit Deinem Schiff unter, wenn Du es nicht retten kannst. Es klappt nicht immer alles, deshalb musst Du auch wissen, wann es an der Zeit ist die Segel zu streichen. Du solltest Dir klare Ziele setzen und musst versuchen, diese zu erreichen. Wenn Du viel zu weit davon entfernt bist und wenn auch die Korrektur Deines Weges nicht zu einer Besserung führt, dann ist das ein Zeichen, dass Du aufhören musst.

Evaluiere Deine Fehler und analysiere, was schief gelaufen ist, damit Du es in Zukunft besser machen kannst. Ein wahrer Unternehmer ist derjenige, der nicht nur um des Egos willen auf dumme Botengänge geht, sondern sich über Widrigkeiten hinweg durchsetzt.

Ein Beispiel für ein erfolgreiches Deutsches Startup

Wer in der deutschen Startup Szene unterwegs ist kennt garantiert den Namen SNOCKS. Das Erfolgsstartup aus dem Socken und Unterwäschemoden-Sektor wurde 2016 von Johannes Kliesch und Felix Bauer gegründet.

Die beiden erkannten zu der Zeit, dass es nicht ein cooles Sockenlabel in Deutschland gab. Also behoben sie diesen Umstand kurzerhand – und zwar noch neben dem Studium.
Natürlich wuchs auch das Sortiment gen auso schnell wie das Unternehmen. Neben Socken findet man nun auch andere Unterwäsche wie Boxershorts oder Unterhemden.

Johannes berichtet, dass er sich mit vielen Umständen die in diesem Beitrag beschrieben sind konfrontiert gesehen hat und wollte noch einen wichtigen Rat seinerseits mit auf den Weg geben:

Nach all den Überlegungen und Planungen sollte man auch einfach mal loszulegen!