Leitfaden zur Gründung eines ‚Fulfillment by Amazon‘-Geschäfts

Amazon FBA

Das Geschäftsmodell Fulfillment by Amazon (FBA) erfreut sich aus gutem Grund weiterhin wachsender Beliebtheit. Im Grunde ist es dasselbe wie ein traditionelles E-Commerce-Geschäft. Aber anstatt, dass Du Deine Bestellungen selbst abwickeln musst, übernimmt Amazon den “Fulfillment-Anteil” deiner Bestellungen. Amazon lagert Deine Produkte für Dich ein und verpackt und versendet sie an die Kunden.

Das macht es für Dich viel einfacher, Dein Geschäft aufzubauen, ohne Dich um die Logistik von Lagerhäusern, Verpackungsmaterialien, Kurieren und so weiter kümmern zu müssen. Mit Private Labeling hast Du auch die Möglichkeit, Deine Personal Brand und Website aufzubauen und so den Wert Deines Unternehmens zu steigern.

Bereit loszulegen? Hier ist unser grundlegender Leitfaden für die Gründung eines FBA-Unternehmens.

Was ist Fulfillment by Amazon (Amazon FBA)?

Das FBA-Geschäftsmodell ermöglicht es Dir, das bewährte Vertriebsnetz und den Kundenstamm von Amazon zu anzuzapfen. Wie bereits erwähnt, wird Amazon Deine Produkte lagern, Bestellungen ausführen und sogar den Kundendienst bereitstellen, so dass Du nicht in jedem Aspekt des Geschäfts aktiv werden musst.

Für Unternehmer bedeutet dies, dass Du wie ein großes Unternehmen handeln kannst, ohne Kopfschmerzen zu haben die mit einem großen Unternehmen einhergehen. Du kannst Dich auf die Suche nach Produkten konzentrieren, während Amazon den Rest in Deinem Namen erledigt.

In einem typischen E-Commerce-Geschäft musst Du die Logistik für den rechtzeitigen Versand von Produkten an Deine Kunden händeln. Mit FBA erhalten die Mitglieder von Prime jedoch die meisten Bestellungen innerhalb von zwei Tagen bis vor ihre Haustür geliefert.

Eine weitere häufige Herausforderung im E-Commerce ist das Führen einer Inventarliste. Bei FBA musst Du nur die Produkte an das Lager von Amazon schicken und das Unternehmen übernimmt den Rest. Du kannst Deine Produktauswahl somit problemlos erweitern, ohne Deinen Arbeitsaufwand erheblich zu erhöhen.

Erstelle ein Amazon-Seller Account.

Das Wichtigste zuerst: Um Dein Amazon FBA Geschäft zum Laufen zu bringen, musst du zuerst ein Amazon-Seller Account einrichten. Gehen auf die Website von Amazon und scrolle nach unten bis zur Fußzeile und suche nach der Überschrift „Geld verdienen mit Amazon”. Klicke dann auf den Link mit der Überschrift „Bei Amazon verkaufen“.

An diesem Punkt kannst Du Dich entweder als „Privatperson“ oder als „Profi“ anmelden. Wenn Du Dich als Privatperson anmeldest, wird Dir keine monatliche Abonnementsgebühr berechnet. Wenn Du allerdings ein langfristiges Geschäft aufbauen möchtest, solltest Du Dich als Profi anmelden. Der erste Monat ist kostenlos, und danach kostet es 39€ pro Monat plus Verkaufsgebühren.

Tipp: Wenn du mehr über die Amazon FBA Kosten Erfahren willst, kannst du hier vorbeischauen. Hier findest du auch einen Amazon FBA Rechner, für die optimale Kontrolle über deine Ausgaben.

Ansonsten ist der Anmeldevorgang relativ unkompliziert. Folge dazu einfach den Anweisungen auf dem Bildschirm und schließe die Einrichtung ab.

Finde die richtigen Produkte und etabliere deine eigene Marke.

Es gibt eine Reihe verschiedener Möglichkeiten, das FBA-Modell zu nutzen, aber die beliebteste Methode ist das Private Label. Die Idee besteht darin, eine Brand oder ein Label zu etablieren, es auf Dein Produkt anzuwenden und es bei Amazon zu verkaufen.

Zuerst musst Du natürlich eine Amazon-Produktrecherche durchführen. Dies ist aus einer Vielzahl von Gründen der wichtigste Schritt. Wenn Du in eine unbeliebte Produktkategorie einsteigst und ein Produkt teurer verkaufen möchtest, als Deine Konkurrenz dafür verlangt, kann es passieren, dass Du mit diesem Produkt Geld verlierst. Wenn Du Dir allerdings Zeit nimmst, eine beliebte Produktkategorie zu finden, Konkurrenzanalysen durchzuführen, Produktbewertungen zu studieren und ein Produkt zu identifizieren, das Du verbessern oder zu einem besseren Preis verkaufen kannst, dann hast Du den Sweet Spot gefunden.

Eine andere beliebte Art, Produkte über Amazon zu verkaufen, ist die Einzelhandels-Arbitrage – ein Markenprodukt zu kaufen und es bei Amazon mit Gewinn zu verkaufen. Dabei handelt es sich um einen wesentlich einfacheren Weg, um auf kurze Sicht auf Amazon Geld zu verdienen.

Das liegt an dem einfachen Umstand, dass man bei Private Labeling meist mehr Startkapital aufbringen muss. Die Bestellung von Private Label-Produkten kann Dich schnell mehrere tausend Euro kosten, aber wenn Du einen Vermögenswert aufbauen willst, der später verkauft werden kann, dann ist dies die Richtung, in die Du gehen solltest.

Ein weiteres wichtiges Teil des Puzzles ist Dein Lieferant. Du kannst kein Geld verdienen, wenn Du keine Produkte auf Lager hast, deshalb musst Du sicherstellen, dass die Zeitspanne zwischen Bestellung und Lieferung so kurz wie möglich ist.

Tipps zum Wachstum und zur Skalierung Deines FBA-Geschäfts

Verfolge Deine Leidenschaft. Wenn Du Spaß hast bei dem was Du tust, wirst Du garantiert länger am Ball bleiben. Such Dir deshalb eine Produktkategorie, die Dich interessiert und begeistert.

Erweitere Dein Produktangebot. Für jedes neue Produktangebot, das Du erstellst, musst Du eine gründliche Recherche durchführen. Mit mehr Produkten verringerst Du das Risiko, dass Dein Unternehmen von nur einem Produkt abhängig wird.

Verbessere deinen Best Sellers Rank. Der BSR ist eine wichtige Kennzahl sowohl für Deine Kunden als auch für Deine Verkäufe. Hierbei handelt es sich auch um einen der Schlüsselfaktoren, wann der Zeitpunkt für den Verkauf Deines Unternehmens gekommen ist. Die Käufer möchten natürlich sehen, dass Dein BSR mit der Zeit stetig gewachsen ist.

Bauen Deine eigene Brand Website auf. Wenn Du Dein Angebot an Brand-Produkten weiter ausbaust, wirst du über kurz oder lang nicht an einer professionellen Website vorbeikommen. Das gibt Dir auch direkt eine weitere Möglichkeit, Deine Produkte zu vermarkten, und kann Dein Unternehmen auch für potenzielle Käufer attraktiv machen.

Werden Sie Amazon-Associate. Steigern Deine Einnahmen, indem Du Partner von Amazon wirst. Verweise Kunden von Deiner eigenen Website aus auf Deine Produkte und verdiene neben den eigentlichen Sales zusätzlich noch Provisionen.

Abschließende Gedanken

Obwohl die Gründung eines FBA-Unternehmens im Vorfeld Kapital erfordert, werden die Anstrengungen bei weitem nicht so intensiv sein wie bei einem traditionellen E-Commerce-Geschäft. Dein Unternehmen auf den Weg zu bringen, ist der einfache Teil. Wege zu finden, Dein FBA-Geschäft auszubauen, ist der schwierigere Teil. Nutze die Ressourcen, die Dir zur Verfügung stehen, und systematisieren Deine Prozesse nach und nach. Und der wohl wichtigste Tipp ist: Einfach loslegen und am Ball bleiben!